Fußnoten


(1) zit. nach Sader,Emir/Silverstein,Ken: "Keine Angst vor besseren Zeiten": Lula, die PT und Brasilien. Köln:ISP, 1994 S.98f.

(2) Die programmatische Erklärung der Fünften Parteikonferenz der PT im Dezember 1987 bezeichnete als die für die Partei richtungsweisenden Organisationsformen der Bevölkerung diejenigen, die aus der Selbstorganisation der Arbeiter, aus dem Kampf der Arbeiter um die Beteiligung an betrieblichen Entscheidungen (durch die Bildung von Betriebsgruppen) und aus der Selbstverwaltung der Wohnviertel heraus entstanden waren. Die Macht sollte von den Arbeitern selbst ausgeübt werden und nicht in ihrem Namen (ebenda S.104)

(3) Die Umsetzung dieser Forderung einer Radikalisierung der Demokratie warf und wirft selbstverständlich immer wieder neue Fragen und Probleme auf. So trat 1988 die PT-Kandidatin zur BürgermeisterInnenwahl in Sao Paulo mit der Idee der Ausübung einer "Doppelherrschaft" an. Diese Frage spielte dann im Wahlkampf eine untergeordnete Rolle und nach den (gewonnnen) Wahlen nahm sie dann eine moderatere Position ein. (ebenda S.116f.) Das nun in Porto Alegre praktizierte Modell könnte als eine mögliche Realisierung der Gratwanderung zwischen derartig radikalen Ansätzen und den Anforderungen von "Realpolitik" verstanden werden.

(4) Die folgende Darstellung basiert auf einer Beschreibung des Prozesses von Andre Passos Cordeiro, dem General-Koordinator des Planungskabinetts von Porto Alegre, die auf dem Forum verbreitet wurde.