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Community Planning ist ein Großgruppenverfahren für die partizipativ integrierte Stadtentwicklung, das für die speziellen Anforderungen der Stadtplanung entwickelt wurde. Bei Community Planning wird ein öffentliches partizipatives Planungsverfahren für ein bestimmtes Plangebiet durchgeführt. Thematisch vorbereitet wird es von einer Gruppe, in der Interessenvertreter aus der Bürgerschaft, Industrie, Verbänden und dem öffentlichen Leben beteiligt sind.
Die eigentliche Werkstatt dauert fünf Tage. Der erste Tag ist für das Briefing eines Architektenteams reserviert. Darauf folgen zwei Tage mit öffentlicher Beteiligung. Hier kommen zum Einsatz
1. moderierte Themenworkshops und das
2. so genannte Hands-on-Planning, bei dem die Vorstellungen der Beteiligten unter der Mithilfe von Experten direkt in zahlreiche zeichnerische Darstellungen umgesetzt werden.
Das Architektenteam erarbeitet auf Basis der Ergebnisse der öffentlichen Beteiligung Konsenspunkte, die als Grundlage für einen städtebaulichen Entwurf dienen. Zudem wird die integrierte Planungsidee visualisiert. Hier entwerfen die Architekten Gebäude und Bebauungen, die der von allen Beteiligten formulierten Vision möglichst nahe kommt.
Am fünften Tag wird der Bevölkerung und den Interessengruppen das Ergebnis in Verbindung mit einer lückenlosen Prozessdokumentation vermittelt. Nach ca. einem Monat wird zudem eine umfassende und bebilderte Dokumentation der Ergebnisse für den weiteren Planungsprozess vorgelegt.
Das Verfahren Community Planning will Grundlagen für eine gemeinsame Vision und für Win-win-Lösungen schaffen. Prozesse gemeinsamen Lernens unterstützen das Anliegen einer integrierten Stadtentwicklung. Bei Community Planning werden Chancen der Konsenbildung jenseits von Interessenkonflikten gesucht.
„Während der Perspektivenwerkstatt geht alles
unglaublich schnell und vermittelt die Haltung: Wo ein Wille ist, ist auch ein
Weg. In diesem Sinne wirkt dieses Verfahren auch gegen die politische Apathie,
denn hier kann jeder unmittelbar erleben, dass sich sein Engagement lohnt und
scheinbar festgefügte Verhältnisse durch sein Mitwirken in Bewegung geraten.
Zudem ist jede Perspektivenwerkstatt ein Beitrag zur neuen Planungskultur, die
man als den `Dritten Weg in der Stadtentwicklung´ bezeichnen kann: nicht `top
down´, nicht `bottom up´, sondern `integral win win´.“ (von Zadow 10/2004)